Montag, 8. Oktober 2007

Wochenendaktivitäten

Die letzte Woche hat nicht viel neues gebracht, bis auf „kleine“ Unregelmäßigkeiten im Stundenplan – am Dienstag sind zwei Kurse ausgefallen, wovon ich nichts wusste und deshalb irgendwie versucht habe, die Zeit in der Uni totzuschlagen. IN der Uni. Es gibt nämlich einfach gar nichts außenrum (außer riesigen Villen). Am Mittwoch saß ich dann alleine mit der Professorin im Kurs, der folglich auch mangels Studierender ausgefallen ist. Sie war „etwas“ erbost, dafür sind wir aber ein wenig ins Gespräch gekommen und sie hat mich zu einer Konferenz über das Mittelalter in Europa im nächsten Semester eingeladen – ich soll einen Mini-Vortrag halten, wie es denn so ist, in einer mittelalterlichen Stadt zu leben (grobes Thema).
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Liebe Bamberger, bald werde ich euch um ein paar Gefallen bitten müssen…
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Am Freitag war lustig „Wir beschäftigen die ausländischen Studierenden einen ganzen Nachmittag“ und ich habe endlich mal ein paar von den anderen Austauschstudierenden kennen gelernt, die meisten sind auch sehr nett. Mal schauen, ob sich daraus auch Freundschaften entwickeln oder nicht, ich hab jetzt erstmal ein paar Telefonnummern eingesammelt :-) Zunächst standen „sportliche“ Aktivitäten auf dem Programm, Sackhüpfen, Tauziehen, Rugby ohne Regeln (superlustig, teilweise etwas schmerzhaft: Hab jetzt einen schicken Bluterguss am Knöchel, weil mir irgendjemand draufgehüpft ist, als ich mich gerade im Dreck gewälzt habe), … Am nächsten Tag hat mir natürlich alles wehgetan, dazu kam noch ein kleiner Kater, weil wir Freitag abend Danis Geburtstag gefeiert haben.
Wir sind tanzen gegangen und die Chilenen stehen nicht nur so ein bisschen auf 80er: Ungelogen, etwa 60% der im „El Tunel“ gespielten Lieder waren aus den 80ern, 25% aus den 90ern und aktuelle Lieder hab ich genau 2 gezählt. Zum Tanzen (und auch zum Trinken) geht man Geschlechter-getrennt weg, wir waren nur Mädels und irgendwann später sind die festen Freunde der vergebenen Mädels nachgekommen. Alex (der Deutsche aus meinem Borges-Seminar) hat mir erklärt, dass, wenn man in gemischten Gruppen weg geht, eigentlich erwartet wird, dass irgendwer mit irgendwem später nach Hause geht. Die Logik dahinter versteh ich nicht, aber nun gut.
Carla und Lars (man achte auf den Schnee im Hintergrund!!!)


Der Ami, Lars und ich "ueber Santiago" und so sahen meine Schuhe anschliessend aus....

Am Sonntag sind wir auf einen Cierro (Art Hügel, der den Anden vorgelagert ist) im Parque Mahuida gekraxelt – klar, jetzt wo der Muskelkater in Armen und Bauch weg ist, hab ich einen neuen im Hintern. Lars (deutscher Mitbewohner), Carla („Freundin des Hauses“) und ein Schüler von Carla, dessen Name ich gerade vergessen habe, auf jeden Fall ist er aus Amerika und seit 6 Wochen hier und spricht eigentlich schon ganz gut Spanisch, und ich. Carla ist in noch schlechterer Kondition als ich, weshalb wir echt langsam unterwegs waren. Und ich habe beschlossen: ich muss wieder mit Sport anfangen, wenn ich tatsächlich durch den Dschungel will, wird das in meiner jetzigen Verfassung auf gar keinen Fall klappen. Irgendwelche Vorschläge, welchen Sportarten ich mich widmen könnte? Ich hatte an Salsa und Tango und irgendeine Kampfsportart gedacht.
Außerdem hab ich letzte Woche versucht, mir darüber klar zu werden, wo ich überall hinreisen möchte und festgestellt, dass das ganz schön schwierige Entscheidungen sind. Vielleicht bleib ich doch bis Ende September in Südamerika, dann hab ich nach dem 2.Semester noch mal 2 ½ Monate Zeit zu reisen und jetzt mehr Zeit für einen Teil des Kontinents. Mmh, mal schauen!

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