Dienstag, 25. September 2007

Lebenszeichen

Ein kleiner Schrein am Strand - man beachte die Shell-Oel-Flasche als Blumenvase

So klar ist das Wasser dort - aber schweinekalt!

Robben auf der Islas de Damas, Naturschutzgebiet Humboldt


Religioeses Radio in La Serena


Ausritt im Valle de Elqui mit Sarah und Ger


Party im Casa Maria
Surfen am Strand in La Serena
Und verfroren nach dem "Surfen" - an dem Tag waren die Wellen so hoch, dass man erst gar nicht richtig ins Meer rein laufen konnte.

Jetzt melde ich mich endlich mal wieder. Ich habe wunderbar entspannte, sonnige (aber windige) Tage in La Serena verbracht und war dann noch zwei Tage in Viña del Mar bei einem „Freund des Hauses“. Ich hätte die Krankenversicherung vielleicht doch nicht abschließen sollen, er ist Arzt und würde mich rund-um-versorgen ;-)
Aber alles der Reihe nach: Ich bin in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach La Serena gefahren worden, die Busse sind eigentlich sehr bequem, aber mein „Motorradknie“ hat nach sieben Stunden Fahrt doch geschmerzt. Außerdem bin ich ganz alleine gefahren, weil Lars seine Bankkarte am Donnerstag in Bankautomaten gelassen hat. Ich war etwas besorgt, weil mein Spanisch immer noch nicht so besonders gut ist und ob ich Leute kennen lernen würde oder die ganze Zeit mit mir alleine sein würde… Was man halt so denkt.
Glücklicherweise bin ich im richtigen Hostel abgestiegen (Casa Maria, kann ich jedem empfehlen) und habe nach einem kleinen Spaziergang durch die (kleine) Innenstadt inklusive Besuch des örtlichen archäologischen Museums mit einem dieser Köpfe von den Osterinseln (Rupa Nui) direkt ein paar Jungs (Luke, Ger und Gilly) kennen gelernt – mit denen ich den Nachmittag am Strand verbracht habe.
Montag sind wir (die drei Jungs und ich) zur Isla de Damas gefahren, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete mit Humboldt-Pinguinen (die echt winzig sind), Seelöwen, vielen Vögeln und ab und zu Delfinen. Delfine haben wir auch gesehen, ungefähr für 1/3 Sekunde. Allerdings haben sie dort den Strand mit dem weißesten Sand, den ich je gesehen habe. Wahnsinn.
Die nächsten Tage haben wir am Strand verbracht, ich bin auch mal ins Wasser gehüpft und habe bodyboard-surfing ausprobiert. Mit Neoprenanzug, denn das Meer ist dort unglaublich kalt. Wie eigentlich insgesamt an der Küste von Chile. Allerdings kam ich mir superprofessionell vor, in einem schicken Neoprenanzug, mit lustigen Flossen und einem bunten Board… Die Jungs haben mir erst nachdem ich den Anzug an hatte gesagt, dass ich einfach in den Anzug pinkeln solle, wenn… usw. WEIL DAS JEDER MACHT. Super. Naja, ich hoffe einfach mal, dass die Anzüge regelmäßig gewaschen werden.
Einen Tag war ich dann mit der Australierin (Sarah), die zu uns gestoßen ist, und Ger in Pisco Elqui, also dort, wo der Pisco herkommt, das Nationalgetränk Chiles schlechthin. Ziemlich touristisch, aber eigentlich ganz nett. Nachmittags sind wir gemeinsam mit Ramón („Fragt einfach nach Ramón, die wissen schon, wen ihr sucht“ – hat funktioniert) auf Pferden oberhalb des Dorfes zwei Stunden unterwegs gewesen. Die armen Viecher sind ziemlich mager und schlecht trainiert, außerdem mit null Reaktion auf Schenkelhilfen… Wie Schulpferde in Deutschland eben auch. Aber dafür konnte ich mal „amerikanische“ Art zu reiten ausprobierten, die Pferde reagieren nicht auf Zug im Mundstück, sondern auf Berührung der Zügel am Hals, man kann also einhändig reiten, weil man immer beide Seiten rumzieht (schlecht erklärt, oder??)
Am 18. war mal wieder ein Nationalfeiertag, weswegen wir ja auch die ganze Woche keine Uni hatten. An diesem Tag grillt man normalerweise mit der ganzen Familie und betrinkt sich unglaublich, zweiteres macht man eigentlich die ganze Woche. Am 18. hat kein (großes) Geschäft offen, man bekommt kein Brot und ganz La Serena war wie ausgestorben (bis Abends).
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Zu den Geschäften: hier gibt es unglaublich viele kleine Geschäfte, die alles möglich zu essen haben, Brot, Gemüse, Obst, Milch, Joghurt, Brot und ein paar analkoholische Getränke. Für Alkohol muss man nach Ladenschluss (normalerweise 21 oder 22 Uhr) zu den sogenannten Botellerias, die einfach alles an Alkohol haben, was man sich vorstellen kann. Außerdem haben sie natürlich auch Schokolade, die hier übrigens wahnsinnig teuer ist.
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Freitag auf Samstag Nacht bin ich von La Serena nach Viña del Mar gefahren, etwa 1h im Auto süd-westlich von Santiago, direkt am Meer (wie der Name schon sagt) und im Prinzip verwachsen mit Valparaíso, der Nachbarstadt. Dort haben Carla und Lars auf mich „gewartet“, sie haben mich gemeinsam mit Cristian (dem Gastgeber und oben erwähnten Arzt) morgens um 6 vom Busbahnhof abgeholt – und hatten die Nacht durchgemacht. Ich hab dann auch noch mal ein bisschen geschlafen, gefrühstückt, Spaziergang am Stausee bei Cristian um die Ecke, dann haben wir eine kurze Valparaísotour gemacht, gegessen, und sind ins „El huevo“ („Das Ei“), um dort zu tanzen. Ich habe mich dann auch mal im Gueco (ich bin mir nicht sicher, ob das so geschrieben wird. Traditioneller chilenischer Tanz, in dem jeder Tänzer mit einem weißen Tuch in der Luft rumwedelt) versucht, bin aber anscheinend was das angeht nicht so begabt. Außerdem hat überraschenderweise ein Band gespielt, hat mich sehr gefreut und die Musik hat mir gut gefallen – Ska gemischt mit Rock gemischt mit Salsa gemischt mit „Volksmusik“.
Tja, seit Montag morgen bin ich wieder in Santiago, diese Woche schreibe ich drei sogenannten „certamenes“, die in der Mitte des Semesters eben geschrieben werden. Mal schauen, ob ich bestehe oder nicht, manchmal verstehe ich die Frage einfach nicht. Und ganz ehrlich: so viel hab ich auch nicht gelernt. Wird sich im Laufe der nächsten Woche herausstellen.
Am Dienstag oder Mittwoch kommen die Leute aus La Serena in Santiago an, bevor sie weiter – bzw. nach Hause reisen. Mit den Chaoten verstehe ich mich echt gut. Ich freu mich schon.
P.S.: Bin auch voll braun geworden ;-) Und wieder irgendwo in der Nähe meiner Naturhaarfarbe!

Montag, 17. September 2007

La Serena

Gestern morgen bin ich in La Serena - etwa 7 Stunden noerdlich von Santiago - angekommen. Eigentlich hatte ich gehofft, es waere hier etwas waermer... Nee, nicht wirklich. Heute war ich im Humboldt-Reservat und war ein bisschen enttaeuscht, irgendwie hatte ich gedacht, man kaeme etwas naeher an die Pinguine und Seeloewen ran... Heute abend wird mal wieder gefeiert, Nationalfeiertag (mal wieder, diesmal aber wegen des Siegs der Demokratie), so dass ich wahrscheinlich am Mittwoch ins Elsqui Tal weiterreisen werde, um eine Piscotour zu machen und mir den Geburtsort von Gabriela Mistral anzuschauen.
Bald mehr, mit Fotos und so ;-)

Donnerstag, 13. September 2007

Regen


Heute regnet es das erste Mal seit ich hier bin - ändert aber nichts daran, dass es einfach schweinekalt ist. Außerdem bin ich ein bisschen krank, Nase läuft...
Gestern hatten wir wieder mal "cena" und diesmal waren wir insgesamt neun Leute - war sehr lustig.
Lars hat gekocht - lecker, oder??

Julia und Sharon. Ich wohne jetzt in Julias Zimmer, sie ist gestern mit ihrem Freund von einer Südamerika-Rundreise zurück gekommmen.

Dienstag, 11. September 2007

Bilder

Chronologisch etwas falsch, aber nachdem das ganze mit Picasa von der Uni aus nicht funktioniert und das Internet in der Wohnung immer wieder zusammenbricht...
Hier obendrueber also ich mit Dani und Sonia, zwei chilenische Maedels von der USACH auf meiner ersten "carrete" am ersten Wochenende.

Die Randale in der ersten Woche - von unseren Fenstern aus fotografiert.


Sofía und Washington, Freunde von Sergio (und jetzt auch von mir) in unserer Kueche beim almuerzo. Sofía ist aus Osorno und Washington aus Concepción, da fahr ich dann im Februar (oder so, auf jeden Fall Sommer) hin. Liegt beides im Sueden Chiles.

Bei uns eine Raritaet, aber tatsaechlich: echter Maibock in Chile. Steht sogar hinten drauf, dass es das normalerweise nur im Mai im Norden Deutschlands gibt!




Nochmal im Museum Bellas Artes.
Ansonsten geht's mir gut, heute ist Unabhaengigkeitstag und ich weiss noch nicht genau, ob ich heute abend von der Uni nach Hause komme oder nicht - ungluecklicherweise hab ich auch kaum Geld dabei. Mal schauen. Ansonsten muss ich mich von irgendwem abholen lassen...
Am Samstag fahren Lars und ich nach La Serena los - Strand, Sonne, Meer und spaeter dann die Wueste im Norden Chiles. Ich meld mich davor aber nochmal!!


Sonntag, 9. September 2007

und weil's so schön ist: nochmal der Kontrast alt/neu im Museum Bellas Artes

Kontrastprogramm

Sin miedo (ohne Angst) - moderne Kunst vor den Repliken römischer a.D.-Zeit.

Dieses Wochenende war sehr aufregend und abwechslungsreich – Kultur und Party, abstürzen und bis in den Himmel getragen werden, tanzen bis zur Ekstase und einfach nur mal zuhören…

Donnerstag abend waren Lars und ich zum Geburtstag von Sonia eingeladen – almuerzo, das ist das Essen zwischen fünf und sieben Uhr abends, normalerweise gibt es nichts warmes, sondern Sandwiches und Torte/Kuchen. Und davon gab es unglaublich viel, dazu Pisco. Pisco ist das Nationalgetränk Chiles, hochprozentig und wird normalerweise gemischt. Entweder ganz traditionell mit Zitronensaft (Piscosour, wobei „sour“ je nach Lokalität unterschiedlich sauer sein kann) oder eben mit Cola (Piscola), wie man das auch mit Wodka und Rum machen würde. Die letzten U-Bahnen fahren so gegen elf, ich hatte also keine Probleme, Freitag morgen um 8.30 Uhr in der Uni zu sein ;-)

Freitag abend war ich mit Ismael (studiert mit mir Literatur, Cervantes-Seminar) bei einem Konzert von Joe Vasconcellos, der typisch lateinamerikanische Musik macht. Ismaels Schwager spielt in der Band mit, deshalb haben wir Karten für (fast) lau bekommen. Ich war etwas überrascht, als wir vor einem Theater standen und hatte das dumme Gefühl, ziemlich „underdressed“ zu sein. Das Theater war auch von Innen ein Theater, aber nach dem dritten Lied standen sämtliche Besucher der Konzerts und tanzten – war echt geil, hat mir sehr gut gefallen. Ganz viele Instrumente, von denen ich nicht weiß, wie sie heißen (manche habe ich auch noch nie in meinem Leben gesehen) und unglaublich aufregenden Gute-Laune-Musik.

Anschließend sind wir noch was trinken gegangen und dann zur WG-Einweihungsparty von Dani (studiert mit Lars und Sonia an der USACH, ist sehr nett und total verrückt), die wir gegen 5 verlassen haben… Natürlich war ich Samstag morgen verkatert…

Samstag abend bin ich mit Lars zusammen in ein klassisches Konzert in das Theater direkt um die Ecke gegangen – die Vergünstigungen für Studenten sind hier unglaublich, wir haben umgerechnet 2,-€ bezahlt. Das Orchester der Uni de Chile hat Prokofiev, Bartók und Liszt gespielt. Hat mir sehr gut gefallen, allerdings ist die Akkustik in dem Theater nicht so gut.

Insgesamt sind die Theater hier meist etwas runtergekommen – die Farbe platzt von der Decke und Umbauten werden meist eher unprofessionell vorgenommen. Im Theater mit dem Konzert von Joe Vasconcellos war die Bühnenkonstruktion für die Beleuchtung über der Decke an Stahlseilen aufgehängt – in der Decke waren also einfach etwa faustgroße, unverputzte Löcher (hat mich ein bisschen an meine Decke in Bamberg erinnert) und zwar nicht nur für die Bühnenaufhängung, sondern anscheinend auch noch für andere Bühnenelemente…

Samstag abend war ich dann auch noch bei Valentín (studiert Psychologie) auf eine Party eingeladen und habe – glaube ich – mit einer „pelo lais“ Bekanntschaft gemacht. „Pelo lais“ heißt so viel wie „glattes Haar“ und ist eine „Bewegung“… der Dummheit, würde ich sagen. Also, Angehörige dieser Bewegung sind weiblich, haben lange, meist blond gefärbte, glatte Haare und ihr einziges Interesse gilt der Mode, Aussehen, Körperpflege und Jungs (am besten: Mannschaftskapitän irgendeiner Sportgruppe). Das typische Hollywood-Teenager-Highschool-Liebeskomödie-Klischee. Das Mädel hat es auch nicht fertig gebracht, mehr zu sagen als ihren Namen, dass sie Design an der Mayor (auch eine Uni) studiert, mich unglaublich sympathisch findet und wir am Donnerstag unbedingt miteinander weggehen müssen (klar…). Zwischendurch hat sie dämlich gekichert und ist sich mit den Fingern durchs Haar gefahren und hat sich Zigaretten von ihrem Freund geschnorrt. Und die meisten Jungs stehen tatsächlich drauf (naja, hübsch sind sie ja schon!).

Sonntag morgen bin ich ins Museum Bellas Artes und war ein bisschen enttäuscht. Irgendwie hätte ich von DEM Museum Chiles mehr erwartet – streckenweise sehr gut, aber irgendwie winzig, also kein Vergleich mit den großen Kunstmuseen in Europa (Tate, Pinakothek…). Allerdings ist es auch in den Museen so, dass Studenten sehr günstig reinkommen bzw. die meisten Museen Sonntags umsonst sind. Leider war trotzdem nicht wirklich was los, einige Eltern mit ihren Kindern, ein paar junge Leute (Pärchen) und das war’s dann auch schon wieder…

Achja, am Mittwoch waren außerdem Randale vor der USACH, auch hier gibt es den Schwarzen Block und auch hier sind diese Demonstranten nicht besonders friedlich. Die Polizei ist ähnlich wie letztens sehr schnell und brutal vorgegangen (ich will hier keinen verurteilen, ich blick immer noch nicht ganz durch, wer hier wegen was gegen wen demonstriert…), Lars hat den ersten Tränengaseinsatz noch mitbekommen, bevor er sich in die U-Bahn flüchten konnte, um mit mir das Geschenk für Sonia kaufen zu fahren.

Dienstag, 4. September 2007

Picasa

mmh, in der Uni kann ich Picasa nicht benutzen -> Bilder ueber Studivz!

Vamos a la carrete!

Das mit Valparaíso hat am Wochenende leider nicht geklappt, dafuer war ich auf meiner ersten Quasi-Erasmus-Party, auf der ich unglaublich viel Spass hatte - jetzt habe ich ja Zeit, um bis sechs Uhr morgens zu feiern ;-)
Natuerlich gehen hier die Partys (wie eigentlich in allen Laendern ausser Deutschland - das ist jedenfalls mein Eindruck) erst so gegen 12 los. Diese spezielle Party muss man sich aehnlich wie die Partys in der 7er-WG in Bamberg vorstellen: unglaublich viele Leute (in diesem Fall fast nur auslaendische Studierende) auf unglaublich engem Raum, allerdings wohnen in der WG 11 (!!) Studenten und sie haben einen "Garten" - festgetrampelter, ausgetrockneter, staubiger Boden. Nunja, ich habe nette Menschen aus Frankreich (Schwesterherz: einer der Gastgeber ist aus Caen!), Mexiko, Spanien und auch ein paar wenige Chilenen (2) kennen gelernt. Die anderen beiden Chileninnen (Sonia, Daniela) kannte ich schon davor von meinem deutschen Mitbewohner (Lars, uebrigens auch aus Bamberg).
Ausserdem waren dieses Wochenende viele Freunde von Sergio (chilenischer Mitbewohner) zu Besuch, so dass wir echt viel Spass hatten. Wir waren in einem Minitheater mit einem Minitheaterstueck ueber Gabriele Mistral (chilenische Literaturnobelpreistraegerin), die Raum-Buehnen-Konstellation wirkte ein wenig wie Kabarett und ich habe Piscosour probiert - schrecklich sauer, wie der Name schon sagt. Ausserdem haben wir Torte gegessen... Torte ist auch so eine Sache. Suesses gibt es jeden Tag zwischen 17 und 20 Uhr zur sog. "once", meist ist es fuerchterlich suesse und schwere Torte, das letzte Mal bin ich nach einem halben Stueck fast geplatzt, diesmal war ich so intelligent und habe Joghurttorte gegessen - superlecker. Dazu gibts Kaffee, klar, aber: Wie man meinen sollte, sollte es in Suedamerika richtigen Kaffee geben - nein, Nescafe. Kein Witz! In der Wohnung trinken wir auch meist schwarzen Tee - mmh, lecker, lecker, mit viel Milch :-)
Ausserdem habe ich jetzt die ersten Fotos (meine Digitalkamera funktioniert hervorragend) und eine chilenische Handynummer - MEINE NUMMER AUS DEUTSCHLAND FUNKTIONIERT NUR NOCH BIS MITTE OKTOBER!!!! Aber bis ich diese chilenische Nummer hatte... Von wegen, wir werden in Deutschland so schrecklich ueberwacht - das ist hier viel schlimmer. Man braucht fuer alles seine RUT bzw. RUN, das ist sowas aehnliches wie unsere Personummer. Allerdings geht hier gar nichts ohne die Nummer: mit Kreditkarte bezahlen - Unterschrift und RUT, im Kino guenstiger reinkommen - RUT angeben, mit dem Bus der Uni zur Uni fahren - Name und RUT in Liste eintragen, Handykarten kaufen - RUT angeben... Die Liste laesst sich wahrscheinlich endlos fortsetzen, man weiss hier tatsaechlich, was jeder einzelne Mensch gerne macht und kauft und wann er wo war - schrecklich.
Fuer die Volkskundler/EuroEthnos unter uns, hier einige Fragen, die sich aus meinem Unterricht fuer mich ergeben haben:
Ist Konsum ein Ausdruck des Individualismus?
Kann man sein Verhalten "auswaehlen"? Ist das Verhalten nicht auch vom Umfeld gepraegt? Kann ich mich meinem Umfeld so verschliessen, dass ich nicht davon beeinflusst bin?
Koennen Vorurteile (bzw. deren Auswirkungen) tatsaechlich dadurch vermindert werden, dass ich zwei "verfeindete" Gruppen (Endogruppe - Exogruppe) dazu bringe, gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten, so dass sie nur noch eine Endogruppe bilden - ist es dann nicht so, dass neue Exogruppen geschaffen werden und damit auch neue Vorurteile (und deren Auswirkungen)?
Ja, die Fragen stammen aus der Sozialpsychologie ;-)
Okay, jetzt versuche ich noch mehrere Fotos hochzuladen, bis denn!