Samstag, 29. Dezember 2007
Donnerstag, 27. Dezember 2007
Ferien
So, jetzt bin ich in Viña und Valparaíso unterwegs, wo ich auch noch bis zum 1. Januar bleibe. Einen ausfuehrlichen Bericht gibt's spaeter, nur, damit sich keiner Sorgen macht!
Mittwoch, 19. Dezember 2007
kleines video
Also, so voll ist unsere kleine Wohnung manchmal, ausserdem koennt ihr euch dann endlich mal vorstellen, wie ich wohne (nicht in Wellblechhuette und so ;-) Das war der Brunch an dem Wochenende nach meinen grossartigen Verbrennungen in Villarrica, deshalb bin ich noch ein bisschen rot, ausserdem hatte ich in der Nacht nur 3h Schlaf... Aber genug der Entschuldigungen.
http://www.youtube.com/watch?v=gLX6r6NEt0s
Ausserdem hatte ich eine lustige Mandelentzuendung und lag 2 Wochen im Bett - wurde irgendwann ziemlich langweilig, aber ich hab's ueberlebt, jetzt kann Weihnachten kommen!!!
http://www.youtube.com/watch?v=gLX6r6NEt0s
Ausserdem hatte ich eine lustige Mandelentzuendung und lag 2 Wochen im Bett - wurde irgendwann ziemlich langweilig, aber ich hab's ueberlebt, jetzt kann Weihnachten kommen!!!
Freitag, 7. Dezember 2007
Endlich Bilder
Da verspricht man was und kann's nicht halten - tut mir leid!!! Ich lag mit einer schicken Mandelentzuendung im Bett, haette fast operiert werden muessen und war fuer 2 Wochen krank geschrieben. Hab ich schonmal erwaehnt, dass ich es hasse, krank zu sein??? Nach 1 1/2 Wochen schlafen faellt mir das echt schwer, dementsprechend hab ich mich ziemlich gelangweilt und die Buecher sind hier so schweineteuer, dass ich mir noch nicht mal was zu lesen besorgen lassen konnte. Dafuer haben sich alle ganz lieb um mich gekuemmert, ich lebe noch und heute abend nehme ich mein letztes Antibiotikum, dann ist hoffentlich alles rum. Naechste Woche fangen meine Examen an, mal schauen, ob und wie das klappt...
Salta de los Claros - oder so, auf jeden Fall in der Naehe von Pucon
Da sollte es also hoch gehen, knapp unter 3000m... Vulkan Villarrica
Und wir haben's ja auch geschafft!!!
Und was fuer ein Ausblick!!!
Sergi war auch gluecklich, oben angekommen zu sein...
Der andere Vulkan, auf den wir NICHT gekraxelt sind. Und nochmal der See Villarrica. Wirkt doch ganz anders, so mit Sonne, oder?
Donnerstag, 22. November 2007
Villarrica - Vulkanbesteigung mit Folgen
Oh, erstmal: ich hatte erst Pruefungswoche und war dann im Urlaub (4 Tage), deshalb melde ich mich jetzt erst...
Grossartigerweise liegen die Fotos friedlich bei mir im Depto. auf dem Laptop, zunaechst nur der Reisebericht, und naechste Woche gibt's auch Fotos.
Donnerstag nacht sind Sergi (Spanier) und ich nach Villarrica (800 km suedlich von Santiago) aufgebrochen und Freitag morgen in stroemenden Regen dort angekommen, voellig uebernaechtigt und nach kurzer Zeit auch ziemlich durchnaesst.
Eigentlich wollten wir unglaublich viel machen - Rafting, in den Termen baden, wandern, Vulkan besteigen, Eis essen, am See spazieren gehen, ... Rafting ist ausgefallen und ausnahmsweise war ich unschuldig - die Agentur hatte uns erst zugesagt, um uns dann wieder abzusagen, als gerade der letzte Bus zu den Termen abgefahren war (schreibt man das auf deutsch eigentlich mit "h"?) - grossartig, also sind wir reiten gegangen, drei Stunden, Sergi hat danach ziemlich gestoehnt, hat aber wacker durchgehalten, war schliesslich sein "erstes Mal". Wir waren bei einem wunderschoenen Wasserfall (cascadas de clara), haben uns die Schuhe eingesaut und als wir zu den Pferden zurueck kamen, war mein Pferd einfach weg, die Trense baumelte vom Baum und ich musste unglaublich darueber lachen, v.a. weil mir der Guia erst nicht geglaubt hat, dass mein Pferd fehlt, bis die ganze Gruppe aufgesessen hatte, kein Pferd mehr uebrig war und ich noch immer bloed in der Gegend rumstand. Das Pferd hat sich 50m weiter wieder gefunden, ich musste also nicht zuruecklaufen - waere aber Bergab gegangen, also nicht so schlimm.
Am Sonntag sind wir auf den Vulkan Villarrica gestiegen (uebrigens, chilenische Namensgebung ist nicht so kreativ: der See heisst Villarrica, das Dorf heisst Villarrica und der Vulkan auch...), tja, und wir hatten nur Sonnencreme 20 dabei. Das war's mit Brasilien, bin im Gesicht so verbrannt (inzwischen schaelt sich die Haut), dass ich mich definitv in den naechsten zwei Wochen zum Nachtwesen entwickeln werde (Zitat Sergio - Mitbewohner: "Als du gegangen bist, warst du noch huebsch!!!"). Wir haben 6 Stunden bis zum Vulkanschlund gebraucht - immerhin 1800 Hoehenmeter, insgesamt liegt der Vulkan 2900m ueber NN - und knapp 3 Stunden wieder ins Tal. Die letzte Stunde vor Ankunft am Gipfel hab ich geflucht was das Zeug haelt und darueber nachgedacht, wie ich mich am besten selbst kreuzigen koennte, war schliesslich meine Idee. Sergi hat auch ziemlich gelitten und obwohl er bis ins Tal fitter war als ich, hat sich am naechsten Tag gezeigt, dass er definitiv mitgenommener war als ich - es lebe das Aufwachsen auf dem Land! Der Blick vom Gipfel war unglaublich, wir waren aber schon nach gut der Haelfte des Wegs ueber den Wolken... ach, grossartig. Der Vulkan Villarrica ist auch immer noch aktiv, qualmt eigentlich staendig vor sich hin und das verursacht richtig boese Hustenanfaelle. Ausserdem weht waehrend der letzten 150 Hoehenmeter ein eisiger Wind, der mich ab und zu von den Beinen geholt hat. Ins Tal sind wir teilweise auf dem Hintern gerutscht, das macht richtig, richtig, richtig Spass!!
Werde den Vulkan Osorno auch noch besteigen, dann hab ich die beiden schoensten Vulkane Chiles hinter/unter mir gehabt :-)
Und nachdem wir uns Sonntags so verbrannt hatten, sind wir Montag nur von Cafe zu Cafe gezogen, haben versucht, die Sonne zu vermeiden und haben die erste Creme fuer den Sonnenbrand besorgt (die nicht wirklich geholfen hat).
Dienstag morgen sind wir wieder in Santiago angekommen, haben uns erstmal ausgeschlafen und dann hatte ich mittags wieder Uni. Ich habe im Internet nach den Inhaltsstoffen von deutschen Sonnenbrand-cremes gesucht, um in der Apotheke danach zu fragen, ausserdem hat eine Freundin ihre Tante angerufen, die mir auch noch eine Creme genannt hat. Und jetzt der Hammer: Cremes mit den deutschen Inhaltsstoffen GIBT ES IN CHILE NICHT, weil die Patente bei US- oder EU-Firmen liegen, die Cremes in Chile/Suedamerika somit nicht (kostenguenstiger) hergestellt werden duerfen und importieren so teuer waere, dass man sich das nicht mehr leisten koennte. Es lebe die Globalisierung! Ich haette mich geradewegs uebergeben koennen, das gilt naemlich auch fuer andere Medikamente. Ernsthaft, das ist doch nicht gerecht, oder??? Ich hab mich lange schon nicht mehr so aufgeregt!
Naechste Woche Fotos, wie gesagt, sind ca. 1h U-Bahn/Bus von mir weg!
Grossartigerweise liegen die Fotos friedlich bei mir im Depto. auf dem Laptop, zunaechst nur der Reisebericht, und naechste Woche gibt's auch Fotos.
Donnerstag nacht sind Sergi (Spanier) und ich nach Villarrica (800 km suedlich von Santiago) aufgebrochen und Freitag morgen in stroemenden Regen dort angekommen, voellig uebernaechtigt und nach kurzer Zeit auch ziemlich durchnaesst.
Eigentlich wollten wir unglaublich viel machen - Rafting, in den Termen baden, wandern, Vulkan besteigen, Eis essen, am See spazieren gehen, ... Rafting ist ausgefallen und ausnahmsweise war ich unschuldig - die Agentur hatte uns erst zugesagt, um uns dann wieder abzusagen, als gerade der letzte Bus zu den Termen abgefahren war (schreibt man das auf deutsch eigentlich mit "h"?) - grossartig, also sind wir reiten gegangen, drei Stunden, Sergi hat danach ziemlich gestoehnt, hat aber wacker durchgehalten, war schliesslich sein "erstes Mal". Wir waren bei einem wunderschoenen Wasserfall (cascadas de clara), haben uns die Schuhe eingesaut und als wir zu den Pferden zurueck kamen, war mein Pferd einfach weg, die Trense baumelte vom Baum und ich musste unglaublich darueber lachen, v.a. weil mir der Guia erst nicht geglaubt hat, dass mein Pferd fehlt, bis die ganze Gruppe aufgesessen hatte, kein Pferd mehr uebrig war und ich noch immer bloed in der Gegend rumstand. Das Pferd hat sich 50m weiter wieder gefunden, ich musste also nicht zuruecklaufen - waere aber Bergab gegangen, also nicht so schlimm.
Am Sonntag sind wir auf den Vulkan Villarrica gestiegen (uebrigens, chilenische Namensgebung ist nicht so kreativ: der See heisst Villarrica, das Dorf heisst Villarrica und der Vulkan auch...), tja, und wir hatten nur Sonnencreme 20 dabei. Das war's mit Brasilien, bin im Gesicht so verbrannt (inzwischen schaelt sich die Haut), dass ich mich definitv in den naechsten zwei Wochen zum Nachtwesen entwickeln werde (Zitat Sergio - Mitbewohner: "Als du gegangen bist, warst du noch huebsch!!!"). Wir haben 6 Stunden bis zum Vulkanschlund gebraucht - immerhin 1800 Hoehenmeter, insgesamt liegt der Vulkan 2900m ueber NN - und knapp 3 Stunden wieder ins Tal. Die letzte Stunde vor Ankunft am Gipfel hab ich geflucht was das Zeug haelt und darueber nachgedacht, wie ich mich am besten selbst kreuzigen koennte, war schliesslich meine Idee. Sergi hat auch ziemlich gelitten und obwohl er bis ins Tal fitter war als ich, hat sich am naechsten Tag gezeigt, dass er definitiv mitgenommener war als ich - es lebe das Aufwachsen auf dem Land! Der Blick vom Gipfel war unglaublich, wir waren aber schon nach gut der Haelfte des Wegs ueber den Wolken... ach, grossartig. Der Vulkan Villarrica ist auch immer noch aktiv, qualmt eigentlich staendig vor sich hin und das verursacht richtig boese Hustenanfaelle. Ausserdem weht waehrend der letzten 150 Hoehenmeter ein eisiger Wind, der mich ab und zu von den Beinen geholt hat. Ins Tal sind wir teilweise auf dem Hintern gerutscht, das macht richtig, richtig, richtig Spass!!
Werde den Vulkan Osorno auch noch besteigen, dann hab ich die beiden schoensten Vulkane Chiles hinter/unter mir gehabt :-)
Und nachdem wir uns Sonntags so verbrannt hatten, sind wir Montag nur von Cafe zu Cafe gezogen, haben versucht, die Sonne zu vermeiden und haben die erste Creme fuer den Sonnenbrand besorgt (die nicht wirklich geholfen hat).
Dienstag morgen sind wir wieder in Santiago angekommen, haben uns erstmal ausgeschlafen und dann hatte ich mittags wieder Uni. Ich habe im Internet nach den Inhaltsstoffen von deutschen Sonnenbrand-cremes gesucht, um in der Apotheke danach zu fragen, ausserdem hat eine Freundin ihre Tante angerufen, die mir auch noch eine Creme genannt hat. Und jetzt der Hammer: Cremes mit den deutschen Inhaltsstoffen GIBT ES IN CHILE NICHT, weil die Patente bei US- oder EU-Firmen liegen, die Cremes in Chile/Suedamerika somit nicht (kostenguenstiger) hergestellt werden duerfen und importieren so teuer waere, dass man sich das nicht mehr leisten koennte. Es lebe die Globalisierung! Ich haette mich geradewegs uebergeben koennen, das gilt naemlich auch fuer andere Medikamente. Ernsthaft, das ist doch nicht gerecht, oder??? Ich hab mich lange schon nicht mehr so aufgeregt!
Naechste Woche Fotos, wie gesagt, sind ca. 1h U-Bahn/Bus von mir weg!
Dienstag, 6. November 2007
auf geht's nach Brasilien
Washington (ja, das ist ein Name), ein Freund von Sergio, den ich in meiner ersten Woche hier kennen gelernt habe (und den ich damals nicht verstanden habe), hat angerufen: er fliegt im Dezember nach Sao Paolo, ob ich mit will? Hab heute alle Daten in der Uni gecheckt und: jaaaaaaaaa! Ich kann! Und: jaaaaaaaaaaa! Ich will! Also werde ich jetzt mal Mariana und Ednéia vorwarnen.... Mal schauen, ob das alles so klappt. ;-)
Dienstag, 30. Oktober 2007
Arbeiten ist auch mal noetig...
Die letzte Woche ist wieder wie im Fluge vergangen, ich arbeite immer noch an meinem Referat, wofür ich auch die Umfrage herum geschickt habe. Inzwischen sind die Fragebögen ausgewertet und ich habe festgestellt, dass ich mein Konzept noch einmal überarbeiten muss – das ist inzwischen das 3.Konzept und wenn ich den Professor nicht so mögen würde, hätte ich es schon geschmissen. Gestern war ich schon "mal eben kurz" (5h) in der Nationalbibliothek, die haben ein sehr lustiges System was die Buecher angeht: sie haben auch ein OPAC, man schreibt sich Titel, Autor, Zahlenkombi auf und dann latscht man mit dem Zettel in den Lesesaal, gibt den einer Dame, die die Buecher dann im Lager bestellt, man bekommt einen Leseausweis in die Hand gedrueckt und wartet, bis es mal wieder "bling" macht und die Nummer auf dem Display aufleuchtet. Allerdings darf man immer nur 2 Buecher auf einmal lesen, ausleihen darf man gar nicht, aber ich habe endlich vernuenftiges Material gefunden. Dementsprechend liegt noch eine anstrengende Woche vor mir und das verlängerte Wochenende, das wir dank Allerheiligen haben, werde ich wohl vor meinem Laptop verbringen. Mit einem Tag Pause, wir fahren entweder ans Meer oder in den Cajón de Maipó, wobei „wir“ noch nicht genau definiert ist: Eine Floskel in Chile ist: „Vamos a hacer un asado, vamos?“ („Lass uns grillen!“). Die benutzt man, wenn man jemanden ewig nicht mehr gesehen hat, ihn zufälligerweise auf der Straße trifft und sich dann verabschiedet. Allerdings wird man nie gemeinsam grillen, genauso wenig wie gemeinsam Tennis spielen oder sonst was. Ist so ähnlich wie: „Wir müssen UNBEDINGT mal wieder Kaffee trinken gehen!“ Der andere Chilene antwortet dann: „Si, si, claro!“ und das ist dann das „chilenische Versprechen“, das nie eingelöst wird. Ähnlich funktioniert das mit Wochenendausflügen…
Valentín, studiert mit mir Psychologie und ist inzwischen ein guter Freund
Freitag abend war ich auf Valentíns Geburtstag eingeladen, er hat in einem Club gefeiert, der glücklicherweise nicht in Las Condes, sondern Bellavista liegt, dementsprechend konnte ich abends ganz gemütlich hinlaufen und mich dann günstig von einem Taxi nach Hause bringen lassen.
Samstag morgen (9.40 Uhr, ich war stolz auf mich, dass ich um halb vier vom Geburtstag verschwunden bin – dazu muss ich mal wieder sagen, dass hier Partys eben erst um 23.00 oder 24.00 Uhr anfangen) war ich mit meinem Prof (aus der Kunstgeschichte, der mit dem Humboldt-Referat) verabredet – ich hab ihn Zuhause abgeholt und wir sind gemeinsam nach Cal y Canto gelaufen, wo wir weitere Studenten (die sich oben in Las Condes an der Uni getroffen haben, um mit einem Unibus nach Cal y Canto gekarrt zu werden, weil die Innenstadt – abajo im Allgemeinen – so gefährlich ist und man dort dementsprechend nicht hingeht und sich sowieso nicht auskennt. Und außerdem: Wo hätten die Autos geparkt werden sollen??? Hört sich jetzt ein bisschen gemein an, aber die meisten Kunststudenten kommen aus richtig reichen Familien und haben tatsächlich genau diese Einstellung.) getroffen haben um einen Künstler in seinem Atelier zu besuchen. Erstmal zur Wohnung von Ricardo (es ist hier normal, dass man seine Professoren duzt und mit Vornamen anspricht): Ich habe nur drei Räume in seiner Wohnung gesehen, war aber schwer beeindruckt. Man stelle sich ein Wohnzimmer vor, ungefähr 25 m² (wenn nicht mehr), eine lange Fensterfront mit Blick auf das Bellas Artes und den Park und die restlichen drei Wände sind mit Regalen bestückt, bis zur Decke, und darin: Bücher, Bücher, Bücher. Über alle Themen der Welt, so erschien es mir auf jeden Fall, in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch. Ich hatte ein bisschen Zeit (hey, ich war nicht zu früh, sondern typischerweise ein bisschen zu spät!!!), mich umzuschauen, weil Ricardo noch kurz mit seinen beiden Mitbewohnerinnen fertig gefrühstückt hat. Er ist ungefähr 45, muss man dazu sagen. Auf dem Weg zu Cal y Canto hat er sich dann ein bisschen über Las Condes und Chile aufgeregt (er spricht fließend deutsch, hat ein paar Jahre in Mainz unterrichtet und sein Vater ist noch in Deutschland aufgewachsen). Wie man vielleicht raus lesen kann: Ich bin schwer beeindruckt von diesem Mann…
Das Künstleratelier und der Künstler waren auch ganz interessant, allerdings war das ganze sehr technisch, weshalb ich wenig verstanden habe. Über Grundierungen, Techniken des Malens,… Als es dann um die Geschichte des Hauses ging, konnte ich wieder einsteigen, ich werde das jetzt aber nicht ausführen ;-)
Halloween
Auch in Chile hat man Halloween von den Amis übernommen, ähnlich wie bei uns haben sich Halloween-Partys aber erst in den letzten 10 etabliert. Allerdings haben sie hier keinen Fasching/Karneval im Februar, was ich sehr schade finde – wahrscheinlich werde ich nächstes Jahr dann ausnahmsweise mal gesund bleiben, gibt ja nix zu feiern ;-)
Wir (Dani, Sonia, Lars, Cristian, Marcello und ich) waren wieder mal in das Haus mit den 11 ausländischen Studierenden eingeladen, da, wo ich auch schon mal in der ersten oder zweiten Woche war. Zunächst mussten wir aber mal das Kostümproblem lösen – was sich Samstag Nachmittag um 16.30 Uhr als ziemlich kompliziert herausgestellt hat. Leti (eine Freundin von Dani) sagte, dass sie zwei Kostümläden kenne, die waren aber als wir ankamen schon geschlossen, genauso wie die anderen 3 Läden, die laut Auskunft in der Nähe sind. Tja, wir sind ungefähr eine Stunde durch das ganze Viertel gelaufen und haben letztendlich doch noch einen Kostümverleih gefunden. Leti, Dani und Lars wollten mir das Kostüm einer Bauchtänzerin aufquatschen, allerdings hab ich mich so nackt darin gefühlt (Rücken frei, Bauch frei, Rock ziemlich durchsichtig), dass ich das dann lieber gelassen habe. Außerdem habe ich im Moment auch den Bauch, den man zum Bauchtanzen braucht und ich hatte nicht das Bedürfnis, den aller Welt zu zeigen. Ich bin dann also (mal wieder) als Hexe gegangen und habe mich sehr wohl in meinem Kostüm gefühlt – schön warm war es zusätzlich auch noch, mit Bauchtänzerinnen-Kostüm wäre es wohl etwas frisch geworden.
Anahí ist abends zu mir gekommen, sie ist aus Paraguay und eine großartige kleine Person, sie wohnt im Moment bei ihrem Onkel in Las Condes und studiert auch in der UDD. Großartig, dass ich so ein großes Bett habe!!! Sonst hätte sie nicht mit auf die Party kommen können… Nachdem wir uns umgezogen hatten, sind wir zu Dani gelaufen und haben dort Dani ein wenig bemitleidet: Sie wollte unbedingt als „Prostituierte“ gehen und hatte sich von ihrer Schwester ein Korsett besorgt – allerdings hatte sie wohl nicht damit gerechnet, dass man so schlecht darin atmen kann… Am Mittwoch verkleidet sie sich als Mann :-p
Auf beiden Parties habe ich wieder unglaublich viele Menschen kennen gelernt, viel Castellano geredet und so langsam aber sicher entwickelt sich hier ein Freundeskreis – sobald echte neue Freunde auftauchen, werde ich die natürlich benennen, bzw. ihr seht das ja auch in den Fotos!!! Alex hatte ich schon mal irgendwo vorgestellt, oder???
Donnerstag, 25. Oktober 2007
Rueckkehr nach Hause
Hab's nach einigen Querelen geschafft, meinen Rueckflug umzubuchen - ungluecklicherweise kann ich nicht bis September bleiben, weil mein Rueckflug spaetestens ein Jahr nach Hinflug sein muss. Und da es keinen Flug am 25.August gibt, werde ich hier am 24.August aufbrechen muessen. Bald wieder eine laengere Nachricht!
Dienstag, 23. Oktober 2007
Im Westen nichts Neues…
Könnte man glauben, weil ich so lange nicht mehr geschrieben habe. Falsch! Es ist mal wieder so viel passiert, dass ich keine Zeit hatte, mich schriftlich über die vergangene Woche auszulassen.
Am Donnerstag ist ein Polizist bei einem Banküberfall in der Stadt erschossen worden, was für Santiago ungewöhnlich ist, denn normalerweise werden hier die Banken genauso wie in Deutschland überfallen und es gibt keine Toten. Am Freitag habe ich einen sehr netten Polizisten kennen gelernt, der hieß Freddy und hat uns nach dem Konzert von „Los Bunkers“ und „Sol y Lluvia“ ein Taxi besorgt („Bis zur nächsten großen Straße laufen ist zu gefährlich“).
Am Freitag war ich also auf diesem großartigen Konzert vor der Universidad de Chile, mit unglaublichen vielen Menschen und unglaublich chaotischer Organisation, Nicht-Organisation ist vielleicht besser ausgedrückt. Zunächst dachten wir (das sind übrigens Lars und ich), das Konzert wäre in der Universidad de Chile mit der gleichnamigen U-Bahn-Station. Tja, falsch gedacht, nachdem ich ein paar Punker befragt hatte, ob sie wüssten, wo das Konzert wäre (die Antwort „Nee, keine Ahnung“ hat mich 2 Zigaretten gekostet) und dann von zwei Bankmanagern (so sahen sie zumindest aus) die Information bekommen haben, sind wir noch mal kurz eine halbe Stunde in der U-Bahn quer durch die Stadt gefahren und sind dann nach weiteren 10 Minuten verwirrten Fußmarsches in der Uni angekommen (okay, bis hier war das unserer Nicht-Organisation). Vor der Uni und im Eingang war ein riesiges Aufgebot an Polizisten und Sicherheitskräften, ich wurde Ganz-Körper-abgetastet (von einer Frau) und man musste insgesamt durch drei Schleusen, um dann tatsächlich im Gelände zu sein.
Jetzt zu dem großartigen Verkaufssystem, das in Chile in vielen Kneipen, Eisdielen, Bäckereien und anscheinend auch auf Konzerten betrieben wird: zunächst stellt man sich in eine Schlange, um einen Coupon zu erwerben, den man dann, nachdem man sich in einer zweiten Schlange angestellt hat, gegen Getränke, Eis,… eintauscht. Wenn man Glück hat, bekommt man eine Nummer zum Coupon, wenn nicht, tja… Auf dem Konzert gab es natürlich keine Nummern, dementsprechend war das alles ein bisschen komplizierter. Aber das erste Mal Getränke holen war noch kein Problem. Beim zweiten Mal habe ich bezweifelt, ob ich lebend wieder rauskomme. Wie auch an Bushaltestellen (dazu hatte ich schon mal geschrieben, dass man Bushaltestellen, an denen Busse zu Unis abfahren, immer am Knäul davor erkennt, während an allen anderen Bushaltestellen Schlange gestanden wird?) hatte sich trotz einer Absperrungsmaßnahmen ein riesiges Knäuel drängelnder und schubsender Menschen gebildet, zeitweise so schlimm, dass die Kassen geschlossen wurden – als ich es gerade fast endlich bis an eine der Kassen geschafft hatte. Dann haben sie die Kassen an andere Stellen umgeräumt (dazu muss ich anmerken, dass die Kassen hinter einem einbetonierten Zaun der Uni waren) und innerhalb von 30 Sekunden hatte sich das Knäuel an dieser anderen Stelle gebildet. Während ich also in diesem Geschubse und Gedränge stand, durfte ich die Erfahrung machen, auf die mich Sergio vermutlich vorbereiten wollte, als er mich am ersten oder zweiten Tag gefragt hat „Y, tuviste sexo en el metro?“ (Und, hattest du Sex in der U-Bahn?). Man wird wohl des öfteren auch in der Metro begrapscht, wenn es richtig voll wird. Da ich mich in diesem Menschenknäuel überhaupt GAR NICHT bewegen konnte (ich war froh, dass ich einigermaßen wusste, wo meine Hände und Füße waren, ab und zu war ich mir da nicht sicher), konnte ich mich leider auch nicht umdrehen und dem Typen eine knallen. Großartig, nee? Abgesehen davon hab ich mir anschließend ca. die Hälfte des guten Piscola über meine Klamotten (und die anderer Leute) geschüttet, aber ich lebe ja noch.
Anschließend konnte ich Lars davon überzeugen, dass wir jetzt dringend ein paar Leute kennen lernen müssen, zu zweit war es ein bisschen langweilig. Das ging auch ganz schnell, auch wenn ich die netten Leute aus der „Schlange“ (ja, da waren auch nette Menschen, Englischstudenten) nicht wieder gefunden habe.
Die nächsten 4 Stunden haben wir uns also mit César, Lore, Laura, … und noch ein paar Menschen, an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnere, vergnügt.
Am Donnerstag ist ein Polizist bei einem Banküberfall in der Stadt erschossen worden, was für Santiago ungewöhnlich ist, denn normalerweise werden hier die Banken genauso wie in Deutschland überfallen und es gibt keine Toten. Am Freitag habe ich einen sehr netten Polizisten kennen gelernt, der hieß Freddy und hat uns nach dem Konzert von „Los Bunkers“ und „Sol y Lluvia“ ein Taxi besorgt („Bis zur nächsten großen Straße laufen ist zu gefährlich“).
Am Freitag war ich also auf diesem großartigen Konzert vor der Universidad de Chile, mit unglaublichen vielen Menschen und unglaublich chaotischer Organisation, Nicht-Organisation ist vielleicht besser ausgedrückt. Zunächst dachten wir (das sind übrigens Lars und ich), das Konzert wäre in der Universidad de Chile mit der gleichnamigen U-Bahn-Station. Tja, falsch gedacht, nachdem ich ein paar Punker befragt hatte, ob sie wüssten, wo das Konzert wäre (die Antwort „Nee, keine Ahnung“ hat mich 2 Zigaretten gekostet) und dann von zwei Bankmanagern (so sahen sie zumindest aus) die Information bekommen haben, sind wir noch mal kurz eine halbe Stunde in der U-Bahn quer durch die Stadt gefahren und sind dann nach weiteren 10 Minuten verwirrten Fußmarsches in der Uni angekommen (okay, bis hier war das unserer Nicht-Organisation). Vor der Uni und im Eingang war ein riesiges Aufgebot an Polizisten und Sicherheitskräften, ich wurde Ganz-Körper-abgetastet (von einer Frau) und man musste insgesamt durch drei Schleusen, um dann tatsächlich im Gelände zu sein.
Jetzt zu dem großartigen Verkaufssystem, das in Chile in vielen Kneipen, Eisdielen, Bäckereien und anscheinend auch auf Konzerten betrieben wird: zunächst stellt man sich in eine Schlange, um einen Coupon zu erwerben, den man dann, nachdem man sich in einer zweiten Schlange angestellt hat, gegen Getränke, Eis,… eintauscht. Wenn man Glück hat, bekommt man eine Nummer zum Coupon, wenn nicht, tja… Auf dem Konzert gab es natürlich keine Nummern, dementsprechend war das alles ein bisschen komplizierter. Aber das erste Mal Getränke holen war noch kein Problem. Beim zweiten Mal habe ich bezweifelt, ob ich lebend wieder rauskomme. Wie auch an Bushaltestellen (dazu hatte ich schon mal geschrieben, dass man Bushaltestellen, an denen Busse zu Unis abfahren, immer am Knäul davor erkennt, während an allen anderen Bushaltestellen Schlange gestanden wird?) hatte sich trotz einer Absperrungsmaßnahmen ein riesiges Knäuel drängelnder und schubsender Menschen gebildet, zeitweise so schlimm, dass die Kassen geschlossen wurden – als ich es gerade fast endlich bis an eine der Kassen geschafft hatte. Dann haben sie die Kassen an andere Stellen umgeräumt (dazu muss ich anmerken, dass die Kassen hinter einem einbetonierten Zaun der Uni waren) und innerhalb von 30 Sekunden hatte sich das Knäuel an dieser anderen Stelle gebildet. Während ich also in diesem Geschubse und Gedränge stand, durfte ich die Erfahrung machen, auf die mich Sergio vermutlich vorbereiten wollte, als er mich am ersten oder zweiten Tag gefragt hat „Y, tuviste sexo en el metro?“ (Und, hattest du Sex in der U-Bahn?). Man wird wohl des öfteren auch in der Metro begrapscht, wenn es richtig voll wird. Da ich mich in diesem Menschenknäuel überhaupt GAR NICHT bewegen konnte (ich war froh, dass ich einigermaßen wusste, wo meine Hände und Füße waren, ab und zu war ich mir da nicht sicher), konnte ich mich leider auch nicht umdrehen und dem Typen eine knallen. Großartig, nee? Abgesehen davon hab ich mir anschließend ca. die Hälfte des guten Piscola über meine Klamotten (und die anderer Leute) geschüttet, aber ich lebe ja noch.
Anschließend konnte ich Lars davon überzeugen, dass wir jetzt dringend ein paar Leute kennen lernen müssen, zu zweit war es ein bisschen langweilig. Das ging auch ganz schnell, auch wenn ich die netten Leute aus der „Schlange“ (ja, da waren auch nette Menschen, Englischstudenten) nicht wieder gefunden habe.
Die nächsten 4 Stunden haben wir uns also mit César, Lore, Laura, … und noch ein paar Menschen, an deren Namen ich mich leider nicht mehr erinnere, vergnügt.
Zum Konzert selber: Los Bunkers sind eine der bekanntesten chilenischen Bands überhaupt, aus Concepción (7h Richtung Süden) und die Menschenmasse ist abgegangen – unglaublich. Hüpfen, schreien, tanzen,… Eigentlich hatte ich Videos gemacht – um festzustellen, dass die Musikqualität so schlecht ist, dass ich das unmöglich veröffentlichen kann. (http://www.losbunkers.cl/ , z.B. http://www.youtube.com/watch?v=_04ueK-DMaA ; http://www.solylluvia.cl/ , http://www.youtube.com/watch?v=cuL2EiBhs-s ). Sol y Lluvia machen allerdings traditionellere Musik mit Flöten und Okulelen (schreibt man das so?) und man kann meist sehr gut die übelsten Verwünschungen gegen Pinochet im Rhythmus der Lieder brüllen. Ich hab nur „Asesina Pinochet“ (Mörder Pinochet) verstanden, die restlichen Sprüche – keine Ahnung.
Am Samstag war ich zunächst mal wieder im Theater, diesmal ein klassisches Konzert (Wagner – Grieg – Franck) und anschließend auf der WG-Einweihungsparty von Nuria (Spanierin), sie ist mit fünf anderen Austauschstudenten in ein Haus zusammengezogen, mit Garten und winzigem Pool, total schön. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich nette Leute kennen gelernt habe oder nicht, die Baggerei ist ja immer die gleiche (wenn man zum 100.Mal hört: „Eres hermosa!“ glaubt man nicht mehr an die Kreativität der Chilenen). Ein chilenischer Jura-Student schien erst ganz nett, bis er beschlossen hat, mich jetzt für den Rest des Abends in Beschlag nehmen zu müssen – was ich natürlich gar nicht eingesehen habe, was er wiederum nicht einsehen wollte. Wenn ich mich dann also mit anderen Jungs unterhalten habe, ist er hinter deren Rücken rumgesprungen und hat mir zu verstehen gegeben, dass diese Person sicherlich ganz schrecklich ist. Kindergarten??? Irgendwann war er beleidigt, weil ich ihn ignoriert habe, bis jetzt hat er sich noch nicht gezuckt, mal schauen, ob er sich noch traut, sich zu melden. Ein Freund von Alex (sitzt in meinem Borges-Kurs) hat es letztendlich volle Breitseite abbekommen, ich hatte mich Freitag Nacht ja schon so aufgeregt und dann dieser Jurastudent… Auf jeden Fall hat der arme Kerl ungefähr 20 Minuten mein Schimpfen auf den chilenischen Machismo ertragen müssen und dabei war er echt mal richtig nett! Er hat sich auch den Rest des Abends vor mir versteckt, glaub ich *uups*
Nicht dass ihr jetzt glaubt, hier wäre alles nur Party, aber ich brauche nicht zu schreiben, wie ich am Schreibtisch sitze und Texte lese, oder???
Oh, noch eine lustige Geschichte: In der Straße meiner Bank, die liegt weiter Richtung Zentrum ist eher eine nicht ganz so einwandfreie Gegend, mit Erwachsenenkino und richtigen Spelunken. Auf jeden Fall hing an einer dieser Bars die ganze Zeit ein Zettel mit der Aufschrift „Busca chica 18-25 años para el bar“, hab ich auf jeden Fall immer gelesen und auch schon drüber nachgedacht, einfach mal reinzugehen, um mir die Bar anzuschauen, ob ich dort arbeiten möchte. Letzte Woche habe ich festgestellt, dass dort nicht „para el bar“ sondern „para la barra“ steht, was ein bisschen was anderes bedeutet: „Suchen Mädchen für die Stange“, und an dieser Stange wird getanzt.
Soviel zu: „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“
Außerdem möge man sich nicht wundern, wenn man zu zehnt über den Konzertvorplatz latscht, alle relativ blond und überdurchschnittlich groß (was Chile angeht) und dann gefragt wird, ob man „zufälligerweise“ aus Deutschland kommt – oh Wunder, ich lag richtig. Allerdings waren diese Studenten irgendwie nicht so erpicht darauf, neue Leute kennen zu lernen, was auch mal wieder dem Stereotyp „Deutsch“ entspricht, oder?
Donnerstag, 18. Oktober 2007
Nichts Neues...
Jetzt melde ich mich auch mal wieder. Eigentlich wollte ich am Wochenende einen schoenen Ausflug machen, was aber daran gescheitert ist, dass ich Freitag abend krank geworden bin und den gesamten Samstag im Bett verbracht hab - schicke Grippe mit Fieber, Husten, laufender Nase und allem drum und dran. Am Montag war ich dann wieder voellig gesund, ich glaube, die Viren wollten mir einfach nur das Wochenende versauen.
Am Dienstag habe ich dann festgestellt, dass am Wochenende die Zeit von Winter auf Sommer umgestellt wurde. Ich war eine Stunde zu spaet in meinem Literaturkurs (ich hatte mich schon gewundert, warum so wenig in der U-Bahn los ist). Falls die Zeit in Deutschland auch schon umgestellt wurde, haben wir nur noch 4h Zeitverschiebung - was telefonieren, etc. einfacher macht. Apropos telefonieren: Mein Handyvertrag ist auch ausgelaufen, die deutsche Nummer exisitert nicht mehr.
Ausserdem hatte ich heute mein 1."Referat" - mein Gott, was sind die Studenten von hier (einige zumindest) unfaehig!!! Die beiden Maedels haben, glaube ich, noch nie in ihrem Leben selbst einen Text schreiben muessen, eigentlich war die Aufgabe ganz einfach: Theorie "Influencia social" auf irgendwas anwenden (in unserem Fall: Subkulturen). Naja, auf den Text haben wir eine 2.0 bekommen - Notensystem in Chile: von 0.0 bis 7.0, wobei 7.0 das Beste ist und die 4.0 unserer 4.0 (gerade noch bestanden) entspricht. - deswegen haben wir uns die letzten beiden Naechte um die Ohren geschlagen und ich habe gestern nacht um 2.30 Uhr die PowerPoint Praesentation fertig gehabt (neuer Rekord: 24 Seiten beschriftet und gelayoutet in 1 1/2h!)
Yep. Jetzt gehe ich gleich meinen Flug umbuchen und ansonsten ist echt nix passiert - wie langweilig ;-)
Am Dienstag habe ich dann festgestellt, dass am Wochenende die Zeit von Winter auf Sommer umgestellt wurde. Ich war eine Stunde zu spaet in meinem Literaturkurs (ich hatte mich schon gewundert, warum so wenig in der U-Bahn los ist). Falls die Zeit in Deutschland auch schon umgestellt wurde, haben wir nur noch 4h Zeitverschiebung - was telefonieren, etc. einfacher macht. Apropos telefonieren: Mein Handyvertrag ist auch ausgelaufen, die deutsche Nummer exisitert nicht mehr.
Ausserdem hatte ich heute mein 1."Referat" - mein Gott, was sind die Studenten von hier (einige zumindest) unfaehig!!! Die beiden Maedels haben, glaube ich, noch nie in ihrem Leben selbst einen Text schreiben muessen, eigentlich war die Aufgabe ganz einfach: Theorie "Influencia social" auf irgendwas anwenden (in unserem Fall: Subkulturen). Naja, auf den Text haben wir eine 2.0 bekommen - Notensystem in Chile: von 0.0 bis 7.0, wobei 7.0 das Beste ist und die 4.0 unserer 4.0 (gerade noch bestanden) entspricht. - deswegen haben wir uns die letzten beiden Naechte um die Ohren geschlagen und ich habe gestern nacht um 2.30 Uhr die PowerPoint Praesentation fertig gehabt (neuer Rekord: 24 Seiten beschriftet und gelayoutet in 1 1/2h!)
Yep. Jetzt gehe ich gleich meinen Flug umbuchen und ansonsten ist echt nix passiert - wie langweilig ;-)
Montag, 8. Oktober 2007
Wochenendaktivitäten
Die letzte Woche hat nicht viel neues gebracht, bis auf „kleine“ Unregelmäßigkeiten im Stundenplan – am Dienstag sind zwei Kurse ausgefallen, wovon ich nichts wusste und deshalb irgendwie versucht habe, die Zeit in der Uni totzuschlagen. IN der Uni. Es gibt nämlich einfach gar nichts außenrum (außer riesigen Villen). Am Mittwoch saß ich dann alleine mit der Professorin im Kurs, der folglich auch mangels Studierender ausgefallen ist. Sie war „etwas“ erbost, dafür sind wir aber ein wenig ins Gespräch gekommen und sie hat mich zu einer Konferenz über das Mittelalter in Europa im nächsten Semester eingeladen – ich soll einen Mini-Vortrag halten, wie es denn so ist, in einer mittelalterlichen Stadt zu leben (grobes Thema).
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Liebe Bamberger, bald werde ich euch um ein paar Gefallen bitten müssen…
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Am Freitag war lustig „Wir beschäftigen die ausländischen Studierenden einen ganzen Nachmittag“ und ich habe endlich mal ein paar von den anderen Austauschstudierenden kennen gelernt, die meisten sind auch sehr nett. Mal schauen, ob sich daraus auch Freundschaften entwickeln oder nicht, ich hab jetzt erstmal ein paar Telefonnummern eingesammelt :-) Zunächst standen „sportliche“ Aktivitäten auf dem Programm, Sackhüpfen, Tauziehen, Rugby ohne Regeln (superlustig, teilweise etwas schmerzhaft: Hab jetzt einen schicken Bluterguss am Knöchel, weil mir irgendjemand draufgehüpft ist, als ich mich gerade im Dreck gewälzt habe), … Am nächsten Tag hat mir natürlich alles wehgetan, dazu kam noch ein kleiner Kater, weil wir Freitag abend Danis Geburtstag gefeiert haben.
Wir sind tanzen gegangen und die Chilenen stehen nicht nur so ein bisschen auf 80er: Ungelogen, etwa 60% der im „El Tunel“ gespielten Lieder waren aus den 80ern, 25% aus den 90ern und aktuelle Lieder hab ich genau 2 gezählt. Zum Tanzen (und auch zum Trinken) geht man Geschlechter-getrennt weg, wir waren nur Mädels und irgendwann später sind die festen Freunde der vergebenen Mädels nachgekommen. Alex (der Deutsche aus meinem Borges-Seminar) hat mir erklärt, dass, wenn man in gemischten Gruppen weg geht, eigentlich erwartet wird, dass irgendwer mit irgendwem später nach Hause geht. Die Logik dahinter versteh ich nicht, aber nun gut.
Carla und Lars (man achte auf den Schnee im Hintergrund!!!)
Der Ami, Lars und ich "ueber Santiago"
und so sahen meine Schuhe anschliessend aus....
Am Sonntag sind wir auf einen Cierro (Art Hügel, der den Anden vorgelagert ist) im Parque Mahuida gekraxelt – klar, jetzt wo der Muskelkater in Armen und Bauch weg ist, hab ich einen neuen im Hintern. Lars (deutscher Mitbewohner), Carla („Freundin des Hauses“) und ein Schüler von Carla, dessen Name ich gerade vergessen habe, auf jeden Fall ist er aus Amerika und seit 6 Wochen hier und spricht eigentlich schon ganz gut Spanisch, und ich. Carla ist in noch schlechterer Kondition als ich, weshalb wir echt langsam unterwegs waren. Und ich habe beschlossen: ich muss wieder mit Sport anfangen, wenn ich tatsächlich durch den Dschungel will, wird das in meiner jetzigen Verfassung auf gar keinen Fall klappen. Irgendwelche Vorschläge, welchen Sportarten ich mich widmen könnte? Ich hatte an Salsa und Tango und irgendeine Kampfsportart gedacht.
Außerdem hab ich letzte Woche versucht, mir darüber klar zu werden, wo ich überall hinreisen möchte und festgestellt, dass das ganz schön schwierige Entscheidungen sind. Vielleicht bleib ich doch bis Ende September in Südamerika, dann hab ich nach dem 2.Semester noch mal 2 ½ Monate Zeit zu reisen und jetzt mehr Zeit für einen Teil des Kontinents. Mmh, mal schauen!
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Liebe Bamberger, bald werde ich euch um ein paar Gefallen bitten müssen…
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Am Freitag war lustig „Wir beschäftigen die ausländischen Studierenden einen ganzen Nachmittag“ und ich habe endlich mal ein paar von den anderen Austauschstudierenden kennen gelernt, die meisten sind auch sehr nett. Mal schauen, ob sich daraus auch Freundschaften entwickeln oder nicht, ich hab jetzt erstmal ein paar Telefonnummern eingesammelt :-) Zunächst standen „sportliche“ Aktivitäten auf dem Programm, Sackhüpfen, Tauziehen, Rugby ohne Regeln (superlustig, teilweise etwas schmerzhaft: Hab jetzt einen schicken Bluterguss am Knöchel, weil mir irgendjemand draufgehüpft ist, als ich mich gerade im Dreck gewälzt habe), … Am nächsten Tag hat mir natürlich alles wehgetan, dazu kam noch ein kleiner Kater, weil wir Freitag abend Danis Geburtstag gefeiert haben.
Wir sind tanzen gegangen und die Chilenen stehen nicht nur so ein bisschen auf 80er: Ungelogen, etwa 60% der im „El Tunel“ gespielten Lieder waren aus den 80ern, 25% aus den 90ern und aktuelle Lieder hab ich genau 2 gezählt. Zum Tanzen (und auch zum Trinken) geht man Geschlechter-getrennt weg, wir waren nur Mädels und irgendwann später sind die festen Freunde der vergebenen Mädels nachgekommen. Alex (der Deutsche aus meinem Borges-Seminar) hat mir erklärt, dass, wenn man in gemischten Gruppen weg geht, eigentlich erwartet wird, dass irgendwer mit irgendwem später nach Hause geht. Die Logik dahinter versteh ich nicht, aber nun gut.
Am Sonntag sind wir auf einen Cierro (Art Hügel, der den Anden vorgelagert ist) im Parque Mahuida gekraxelt – klar, jetzt wo der Muskelkater in Armen und Bauch weg ist, hab ich einen neuen im Hintern. Lars (deutscher Mitbewohner), Carla („Freundin des Hauses“) und ein Schüler von Carla, dessen Name ich gerade vergessen habe, auf jeden Fall ist er aus Amerika und seit 6 Wochen hier und spricht eigentlich schon ganz gut Spanisch, und ich. Carla ist in noch schlechterer Kondition als ich, weshalb wir echt langsam unterwegs waren. Und ich habe beschlossen: ich muss wieder mit Sport anfangen, wenn ich tatsächlich durch den Dschungel will, wird das in meiner jetzigen Verfassung auf gar keinen Fall klappen. Irgendwelche Vorschläge, welchen Sportarten ich mich widmen könnte? Ich hatte an Salsa und Tango und irgendeine Kampfsportart gedacht.
Außerdem hab ich letzte Woche versucht, mir darüber klar zu werden, wo ich überall hinreisen möchte und festgestellt, dass das ganz schön schwierige Entscheidungen sind. Vielleicht bleib ich doch bis Ende September in Südamerika, dann hab ich nach dem 2.Semester noch mal 2 ½ Monate Zeit zu reisen und jetzt mehr Zeit für einen Teil des Kontinents. Mmh, mal schauen!
Montag, 1. Oktober 2007
Erste Woche "certamen" ueberlebt!
Die Woche nach den Ferien war vollgestopft mit Tests, alles in allem ein bisschen anstrengend, aber ich glaube, ich werde alle bestehen (man muss nur fest genug dran glauben!!!). Die Jungs waren erstmal nur kurz hier, um dann einen Abstecher nach Viña zu machen und am Wochenende hier feiern zu gehen, was wir ausführlichst zelebriert haben.
Am Freitag bin ich aber erstmal mit Cristian (dem schon mal erwähnten Arzt), seinem Bruder und dessen Freundin zu einem Konzert von Guachapé gegangen – mal wieder in einem Theater und nach dem ersten Lied der Gruppe war ich mir schon ziemlich sicher, dass Teile des Theaters den Auftritt nicht überleben werden. Angeblich wurden 24 Sitze zusammen randaliert. So viel dazu. Guachapé ist eine chilenische Gruppe aus Santiago, haben gemeinsam an einer Uni studiert und sind immer noch DIE Gruppe schlechthin für irgendwelche Studentenparties. Dementsprechend auch das Publikum. Wir saßen/standen in der zweiten Reihe, glücklicherweise nicht genau dort, wo es so richtig abging, aber in der Nähe… Einige Menschlein haben Stage-diving versucht, hat nicht wirklich funktioniert und ich muss gestehen: Ich bin auch lieber einen Schritt beiseite gegangen als ca.90kg auf mich zuhüpfen sah – er wurde dann von den Sitzlehnen gefangen…
Samstag war ich dann mit Dani und den Jungs unterwegs, sie hatten irgendwo eine Drum’n’base Party ausfindig gemacht und ich hab mich mit hinschleppen lassen, was man nicht so alles tut… War lustig und alkoholreich, ein guter Abschluss für die Woche.
Heute morgen ist Ger zurück nach Irland geflogen und die beiden andern Jungs haben sich nach Argentinien aufgemacht – ich will auch endlich reisen!!! Noch 2 ½ Monate und ich bin endlich unterwegs, für die nächsten Wochenende versuche ich ein paar Kurztrips zu organisieren. Ab November kann man in den Anden wandern/klettern und in Zelten übernachten ohne zu erfrieren, davor muss ich mich noch in der Küstenregion vergnügen.
Unglücklicherweise hat mir das Mädel aus den USA für Weihnachten in Venezuela quasi abgesagt, ihre Eltern wollen wohl doch in den USA bleiben. Ich weiß also wieder genauso viel wie vorher auch und muss jetzt mal schauen, wo ich Weihnachten verbringe, damit ich kein Heimweh bekomme (keine Sorge, es wird sich schon ein nettes Plätzchen mit netten Leuten finden lassen!).
Ich müsste nur langsam mal anfangen, die Flüge zu buchen…
Am Freitag bin ich aber erstmal mit Cristian (dem schon mal erwähnten Arzt), seinem Bruder und dessen Freundin zu einem Konzert von Guachapé gegangen – mal wieder in einem Theater und nach dem ersten Lied der Gruppe war ich mir schon ziemlich sicher, dass Teile des Theaters den Auftritt nicht überleben werden. Angeblich wurden 24 Sitze zusammen randaliert. So viel dazu. Guachapé ist eine chilenische Gruppe aus Santiago, haben gemeinsam an einer Uni studiert und sind immer noch DIE Gruppe schlechthin für irgendwelche Studentenparties. Dementsprechend auch das Publikum. Wir saßen/standen in der zweiten Reihe, glücklicherweise nicht genau dort, wo es so richtig abging, aber in der Nähe… Einige Menschlein haben Stage-diving versucht, hat nicht wirklich funktioniert und ich muss gestehen: Ich bin auch lieber einen Schritt beiseite gegangen als ca.90kg auf mich zuhüpfen sah – er wurde dann von den Sitzlehnen gefangen…
Samstag war ich dann mit Dani und den Jungs unterwegs, sie hatten irgendwo eine Drum’n’base Party ausfindig gemacht und ich hab mich mit hinschleppen lassen, was man nicht so alles tut… War lustig und alkoholreich, ein guter Abschluss für die Woche.
Heute morgen ist Ger zurück nach Irland geflogen und die beiden andern Jungs haben sich nach Argentinien aufgemacht – ich will auch endlich reisen!!! Noch 2 ½ Monate und ich bin endlich unterwegs, für die nächsten Wochenende versuche ich ein paar Kurztrips zu organisieren. Ab November kann man in den Anden wandern/klettern und in Zelten übernachten ohne zu erfrieren, davor muss ich mich noch in der Küstenregion vergnügen.
Unglücklicherweise hat mir das Mädel aus den USA für Weihnachten in Venezuela quasi abgesagt, ihre Eltern wollen wohl doch in den USA bleiben. Ich weiß also wieder genauso viel wie vorher auch und muss jetzt mal schauen, wo ich Weihnachten verbringe, damit ich kein Heimweh bekomme (keine Sorge, es wird sich schon ein nettes Plätzchen mit netten Leuten finden lassen!).
Ich müsste nur langsam mal anfangen, die Flüge zu buchen…
Dienstag, 25. September 2007
Lebenszeichen
Ein kleiner Schrein am Strand - man beachte die Shell-Oel-Flasche als Blumenvase
So klar ist das Wasser dort - aber schweinekalt!

Robben auf der Islas de Damas, Naturschutzgebiet Humboldt
Religioeses Radio in La Serena
Ausritt im Valle de Elqui mit Sarah und Ger
Party im Casa Maria
Surfen am Strand in La Serena
Und verfroren nach dem "Surfen" - an dem Tag waren die Wellen so hoch, dass man erst gar nicht richtig ins Meer rein laufen konnte.
Jetzt melde ich mich endlich mal wieder. Ich habe wunderbar entspannte, sonnige (aber windige) Tage in La Serena verbracht und war dann noch zwei Tage in Viña del Mar bei einem „Freund des Hauses“. Ich hätte die Krankenversicherung vielleicht doch nicht abschließen sollen, er ist Arzt und würde mich rund-um-versorgen ;-)
Aber alles der Reihe nach: Ich bin in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach La Serena gefahren worden, die Busse sind eigentlich sehr bequem, aber mein „Motorradknie“ hat nach sieben Stunden Fahrt doch geschmerzt. Außerdem bin ich ganz alleine gefahren, weil Lars seine Bankkarte am Donnerstag in Bankautomaten gelassen hat. Ich war etwas besorgt, weil mein Spanisch immer noch nicht so besonders gut ist und ob ich Leute kennen lernen würde oder die ganze Zeit mit mir alleine sein würde… Was man halt so denkt.
Glücklicherweise bin ich im richtigen Hostel abgestiegen (Casa Maria, kann ich jedem empfehlen) und habe nach einem kleinen Spaziergang durch die (kleine) Innenstadt inklusive Besuch des örtlichen archäologischen Museums mit einem dieser Köpfe von den Osterinseln (Rupa Nui) direkt ein paar Jungs (Luke, Ger und Gilly) kennen gelernt – mit denen ich den Nachmittag am Strand verbracht habe.
Montag sind wir (die drei Jungs und ich) zur Isla de Damas gefahren, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete mit Humboldt-Pinguinen (die echt winzig sind), Seelöwen, vielen Vögeln und ab und zu Delfinen. Delfine haben wir auch gesehen, ungefähr für 1/3 Sekunde. Allerdings haben sie dort den Strand mit dem weißesten Sand, den ich je gesehen habe. Wahnsinn.
Die nächsten Tage haben wir am Strand verbracht, ich bin auch mal ins Wasser gehüpft und habe bodyboard-surfing ausprobiert. Mit Neoprenanzug, denn das Meer ist dort unglaublich kalt. Wie eigentlich insgesamt an der Küste von Chile. Allerdings kam ich mir superprofessionell vor, in einem schicken Neoprenanzug, mit lustigen Flossen und einem bunten Board… Die Jungs haben mir erst nachdem ich den Anzug an hatte gesagt, dass ich einfach in den Anzug pinkeln solle, wenn… usw. WEIL DAS JEDER MACHT. Super. Naja, ich hoffe einfach mal, dass die Anzüge regelmäßig gewaschen werden.
Einen Tag war ich dann mit der Australierin (Sarah), die zu uns gestoßen ist, und Ger in Pisco Elqui, also dort, wo der Pisco herkommt, das Nationalgetränk Chiles schlechthin. Ziemlich touristisch, aber eigentlich ganz nett. Nachmittags sind wir gemeinsam mit Ramón („Fragt einfach nach Ramón, die wissen schon, wen ihr sucht“ – hat funktioniert) auf Pferden oberhalb des Dorfes zwei Stunden unterwegs gewesen. Die armen Viecher sind ziemlich mager und schlecht trainiert, außerdem mit null Reaktion auf Schenkelhilfen… Wie Schulpferde in Deutschland eben auch. Aber dafür konnte ich mal „amerikanische“ Art zu reiten ausprobierten, die Pferde reagieren nicht auf Zug im Mundstück, sondern auf Berührung der Zügel am Hals, man kann also einhändig reiten, weil man immer beide Seiten rumzieht (schlecht erklärt, oder??)
Am 18. war mal wieder ein Nationalfeiertag, weswegen wir ja auch die ganze Woche keine Uni hatten. An diesem Tag grillt man normalerweise mit der ganzen Familie und betrinkt sich unglaublich, zweiteres macht man eigentlich die ganze Woche. Am 18. hat kein (großes) Geschäft offen, man bekommt kein Brot und ganz La Serena war wie ausgestorben (bis Abends).
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Zu den Geschäften: hier gibt es unglaublich viele kleine Geschäfte, die alles möglich zu essen haben, Brot, Gemüse, Obst, Milch, Joghurt, Brot und ein paar analkoholische Getränke. Für Alkohol muss man nach Ladenschluss (normalerweise 21 oder 22 Uhr) zu den sogenannten Botellerias, die einfach alles an Alkohol haben, was man sich vorstellen kann. Außerdem haben sie natürlich auch Schokolade, die hier übrigens wahnsinnig teuer ist.
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Freitag auf Samstag Nacht bin ich von La Serena nach Viña del Mar gefahren, etwa 1h im Auto süd-westlich von Santiago, direkt am Meer (wie der Name schon sagt) und im Prinzip verwachsen mit Valparaíso, der Nachbarstadt. Dort haben Carla und Lars auf mich „gewartet“, sie haben mich gemeinsam mit Cristian (dem Gastgeber und oben erwähnten Arzt) morgens um 6 vom Busbahnhof abgeholt – und hatten die Nacht durchgemacht. Ich hab dann auch noch mal ein bisschen geschlafen, gefrühstückt, Spaziergang am Stausee bei Cristian um die Ecke, dann haben wir eine kurze Valparaísotour gemacht, gegessen, und sind ins „El huevo“ („Das Ei“), um dort zu tanzen. Ich habe mich dann auch mal im Gueco (ich bin mir nicht sicher, ob das so geschrieben wird. Traditioneller chilenischer Tanz, in dem jeder Tänzer mit einem weißen Tuch in der Luft rumwedelt) versucht, bin aber anscheinend was das angeht nicht so begabt. Außerdem hat überraschenderweise ein Band gespielt, hat mich sehr gefreut und die Musik hat mir gut gefallen – Ska gemischt mit Rock gemischt mit Salsa gemischt mit „Volksmusik“.
Tja, seit Montag morgen bin ich wieder in Santiago, diese Woche schreibe ich drei sogenannten „certamenes“, die in der Mitte des Semesters eben geschrieben werden. Mal schauen, ob ich bestehe oder nicht, manchmal verstehe ich die Frage einfach nicht. Und ganz ehrlich: so viel hab ich auch nicht gelernt. Wird sich im Laufe der nächsten Woche herausstellen.
Am Dienstag oder Mittwoch kommen die Leute aus La Serena in Santiago an, bevor sie weiter – bzw. nach Hause reisen. Mit den Chaoten verstehe ich mich echt gut. Ich freu mich schon.
P.S.: Bin auch voll braun geworden ;-) Und wieder irgendwo in der Nähe meiner Naturhaarfarbe!
Robben auf der Islas de Damas, Naturschutzgebiet Humboldt
Jetzt melde ich mich endlich mal wieder. Ich habe wunderbar entspannte, sonnige (aber windige) Tage in La Serena verbracht und war dann noch zwei Tage in Viña del Mar bei einem „Freund des Hauses“. Ich hätte die Krankenversicherung vielleicht doch nicht abschließen sollen, er ist Arzt und würde mich rund-um-versorgen ;-)
Aber alles der Reihe nach: Ich bin in der Nacht von Samstag auf Sonntag nach La Serena gefahren worden, die Busse sind eigentlich sehr bequem, aber mein „Motorradknie“ hat nach sieben Stunden Fahrt doch geschmerzt. Außerdem bin ich ganz alleine gefahren, weil Lars seine Bankkarte am Donnerstag in Bankautomaten gelassen hat. Ich war etwas besorgt, weil mein Spanisch immer noch nicht so besonders gut ist und ob ich Leute kennen lernen würde oder die ganze Zeit mit mir alleine sein würde… Was man halt so denkt.
Glücklicherweise bin ich im richtigen Hostel abgestiegen (Casa Maria, kann ich jedem empfehlen) und habe nach einem kleinen Spaziergang durch die (kleine) Innenstadt inklusive Besuch des örtlichen archäologischen Museums mit einem dieser Köpfe von den Osterinseln (Rupa Nui) direkt ein paar Jungs (Luke, Ger und Gilly) kennen gelernt – mit denen ich den Nachmittag am Strand verbracht habe.
Montag sind wir (die drei Jungs und ich) zur Isla de Damas gefahren, eines der bekanntesten Naturschutzgebiete mit Humboldt-Pinguinen (die echt winzig sind), Seelöwen, vielen Vögeln und ab und zu Delfinen. Delfine haben wir auch gesehen, ungefähr für 1/3 Sekunde. Allerdings haben sie dort den Strand mit dem weißesten Sand, den ich je gesehen habe. Wahnsinn.
Die nächsten Tage haben wir am Strand verbracht, ich bin auch mal ins Wasser gehüpft und habe bodyboard-surfing ausprobiert. Mit Neoprenanzug, denn das Meer ist dort unglaublich kalt. Wie eigentlich insgesamt an der Küste von Chile. Allerdings kam ich mir superprofessionell vor, in einem schicken Neoprenanzug, mit lustigen Flossen und einem bunten Board… Die Jungs haben mir erst nachdem ich den Anzug an hatte gesagt, dass ich einfach in den Anzug pinkeln solle, wenn… usw. WEIL DAS JEDER MACHT. Super. Naja, ich hoffe einfach mal, dass die Anzüge regelmäßig gewaschen werden.
Einen Tag war ich dann mit der Australierin (Sarah), die zu uns gestoßen ist, und Ger in Pisco Elqui, also dort, wo der Pisco herkommt, das Nationalgetränk Chiles schlechthin. Ziemlich touristisch, aber eigentlich ganz nett. Nachmittags sind wir gemeinsam mit Ramón („Fragt einfach nach Ramón, die wissen schon, wen ihr sucht“ – hat funktioniert) auf Pferden oberhalb des Dorfes zwei Stunden unterwegs gewesen. Die armen Viecher sind ziemlich mager und schlecht trainiert, außerdem mit null Reaktion auf Schenkelhilfen… Wie Schulpferde in Deutschland eben auch. Aber dafür konnte ich mal „amerikanische“ Art zu reiten ausprobierten, die Pferde reagieren nicht auf Zug im Mundstück, sondern auf Berührung der Zügel am Hals, man kann also einhändig reiten, weil man immer beide Seiten rumzieht (schlecht erklärt, oder??)
Am 18. war mal wieder ein Nationalfeiertag, weswegen wir ja auch die ganze Woche keine Uni hatten. An diesem Tag grillt man normalerweise mit der ganzen Familie und betrinkt sich unglaublich, zweiteres macht man eigentlich die ganze Woche. Am 18. hat kein (großes) Geschäft offen, man bekommt kein Brot und ganz La Serena war wie ausgestorben (bis Abends).
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Zu den Geschäften: hier gibt es unglaublich viele kleine Geschäfte, die alles möglich zu essen haben, Brot, Gemüse, Obst, Milch, Joghurt, Brot und ein paar analkoholische Getränke. Für Alkohol muss man nach Ladenschluss (normalerweise 21 oder 22 Uhr) zu den sogenannten Botellerias, die einfach alles an Alkohol haben, was man sich vorstellen kann. Außerdem haben sie natürlich auch Schokolade, die hier übrigens wahnsinnig teuer ist.
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Freitag auf Samstag Nacht bin ich von La Serena nach Viña del Mar gefahren, etwa 1h im Auto süd-westlich von Santiago, direkt am Meer (wie der Name schon sagt) und im Prinzip verwachsen mit Valparaíso, der Nachbarstadt. Dort haben Carla und Lars auf mich „gewartet“, sie haben mich gemeinsam mit Cristian (dem Gastgeber und oben erwähnten Arzt) morgens um 6 vom Busbahnhof abgeholt – und hatten die Nacht durchgemacht. Ich hab dann auch noch mal ein bisschen geschlafen, gefrühstückt, Spaziergang am Stausee bei Cristian um die Ecke, dann haben wir eine kurze Valparaísotour gemacht, gegessen, und sind ins „El huevo“ („Das Ei“), um dort zu tanzen. Ich habe mich dann auch mal im Gueco (ich bin mir nicht sicher, ob das so geschrieben wird. Traditioneller chilenischer Tanz, in dem jeder Tänzer mit einem weißen Tuch in der Luft rumwedelt) versucht, bin aber anscheinend was das angeht nicht so begabt. Außerdem hat überraschenderweise ein Band gespielt, hat mich sehr gefreut und die Musik hat mir gut gefallen – Ska gemischt mit Rock gemischt mit Salsa gemischt mit „Volksmusik“.
Tja, seit Montag morgen bin ich wieder in Santiago, diese Woche schreibe ich drei sogenannten „certamenes“, die in der Mitte des Semesters eben geschrieben werden. Mal schauen, ob ich bestehe oder nicht, manchmal verstehe ich die Frage einfach nicht. Und ganz ehrlich: so viel hab ich auch nicht gelernt. Wird sich im Laufe der nächsten Woche herausstellen.
Am Dienstag oder Mittwoch kommen die Leute aus La Serena in Santiago an, bevor sie weiter – bzw. nach Hause reisen. Mit den Chaoten verstehe ich mich echt gut. Ich freu mich schon.
P.S.: Bin auch voll braun geworden ;-) Und wieder irgendwo in der Nähe meiner Naturhaarfarbe!
Montag, 17. September 2007
La Serena
Gestern morgen bin ich in La Serena - etwa 7 Stunden noerdlich von Santiago - angekommen. Eigentlich hatte ich gehofft, es waere hier etwas waermer... Nee, nicht wirklich. Heute war ich im Humboldt-Reservat und war ein bisschen enttaeuscht, irgendwie hatte ich gedacht, man kaeme etwas naeher an die Pinguine und Seeloewen ran... Heute abend wird mal wieder gefeiert, Nationalfeiertag (mal wieder, diesmal aber wegen des Siegs der Demokratie), so dass ich wahrscheinlich am Mittwoch ins Elsqui Tal weiterreisen werde, um eine Piscotour zu machen und mir den Geburtsort von Gabriela Mistral anzuschauen.
Bald mehr, mit Fotos und so ;-)
Bald mehr, mit Fotos und so ;-)
Donnerstag, 13. September 2007
Regen
Heute regnet es das erste Mal seit ich hier bin - ändert aber nichts daran, dass es einfach schweinekalt ist. Außerdem bin ich ein bisschen krank, Nase läuft...
Gestern hatten wir wieder mal "cena" und diesmal waren wir insgesamt neun Leute - war sehr lustig.
Lars hat gekocht - lecker, oder??
Julia und Sharon. Ich wohne jetzt in Julias Zimmer, sie ist gestern mit ihrem Freund von einer Südamerika-Rundreise zurück gekommmen.
Dienstag, 11. September 2007
Bilder
Hier obendrueber also ich mit Dani und Sonia, zwei chilenische Maedels von der USACH auf meiner ersten "carrete" am ersten Wochenende.
Sofía und Washington, Freunde von Sergio (und jetzt auch von mir) in unserer Kueche beim almuerzo. Sofía ist aus Osorno und Washington aus Concepción, da fahr ich dann im Februar (oder so, auf jeden Fall Sommer) hin. Liegt beides im Sueden Chiles.
Nochmal im Museum Bellas Artes.
Ansonsten geht's mir gut, heute ist Unabhaengigkeitstag und ich weiss noch nicht genau, ob ich heute abend von der Uni nach Hause komme oder nicht - ungluecklicherweise hab ich auch kaum Geld dabei. Mal schauen. Ansonsten muss ich mich von irgendwem abholen lassen...
Am Samstag fahren Lars und ich nach La Serena los - Strand, Sonne, Meer und spaeter dann die Wueste im Norden Chiles. Ich meld mich davor aber nochmal!!
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