Oh, erstmal: ich hatte erst Pruefungswoche und war dann im Urlaub (4 Tage), deshalb melde ich mich jetzt erst...
Grossartigerweise liegen die Fotos friedlich bei mir im Depto. auf dem Laptop, zunaechst nur der Reisebericht, und naechste Woche gibt's auch Fotos.
Donnerstag nacht sind Sergi (Spanier) und ich nach Villarrica (800 km suedlich von Santiago) aufgebrochen und Freitag morgen in stroemenden Regen dort angekommen, voellig uebernaechtigt und nach kurzer Zeit auch ziemlich durchnaesst.
Eigentlich wollten wir unglaublich viel machen - Rafting, in den Termen baden, wandern, Vulkan besteigen, Eis essen, am See spazieren gehen, ... Rafting ist ausgefallen und ausnahmsweise war ich unschuldig - die Agentur hatte uns erst zugesagt, um uns dann wieder abzusagen, als gerade der letzte Bus zu den Termen abgefahren war (schreibt man das auf deutsch eigentlich mit "h"?) - grossartig, also sind wir reiten gegangen, drei Stunden, Sergi hat danach ziemlich gestoehnt, hat aber wacker durchgehalten, war schliesslich sein "erstes Mal". Wir waren bei einem wunderschoenen Wasserfall (cascadas de clara), haben uns die Schuhe eingesaut und als wir zu den Pferden zurueck kamen, war mein Pferd einfach weg, die Trense baumelte vom Baum und ich musste unglaublich darueber lachen, v.a. weil mir der Guia erst nicht geglaubt hat, dass mein Pferd fehlt, bis die ganze Gruppe aufgesessen hatte, kein Pferd mehr uebrig war und ich noch immer bloed in der Gegend rumstand. Das Pferd hat sich 50m weiter wieder gefunden, ich musste also nicht zuruecklaufen - waere aber Bergab gegangen, also nicht so schlimm.
Am Sonntag sind wir auf den Vulkan Villarrica gestiegen (uebrigens, chilenische Namensgebung ist nicht so kreativ: der See heisst Villarrica, das Dorf heisst Villarrica und der Vulkan auch...), tja, und wir hatten nur Sonnencreme 20 dabei. Das war's mit Brasilien, bin im Gesicht so verbrannt (inzwischen schaelt sich die Haut), dass ich mich definitv in den naechsten zwei Wochen zum Nachtwesen entwickeln werde (Zitat Sergio - Mitbewohner: "Als du gegangen bist, warst du noch huebsch!!!"). Wir haben 6 Stunden bis zum Vulkanschlund gebraucht - immerhin 1800 Hoehenmeter, insgesamt liegt der Vulkan 2900m ueber NN - und knapp 3 Stunden wieder ins Tal. Die letzte Stunde vor Ankunft am Gipfel hab ich geflucht was das Zeug haelt und darueber nachgedacht, wie ich mich am besten selbst kreuzigen koennte, war schliesslich meine Idee. Sergi hat auch ziemlich gelitten und obwohl er bis ins Tal fitter war als ich, hat sich am naechsten Tag gezeigt, dass er definitiv mitgenommener war als ich - es lebe das Aufwachsen auf dem Land! Der Blick vom Gipfel war unglaublich, wir waren aber schon nach gut der Haelfte des Wegs ueber den Wolken... ach, grossartig. Der Vulkan Villarrica ist auch immer noch aktiv, qualmt eigentlich staendig vor sich hin und das verursacht richtig boese Hustenanfaelle. Ausserdem weht waehrend der letzten 150 Hoehenmeter ein eisiger Wind, der mich ab und zu von den Beinen geholt hat. Ins Tal sind wir teilweise auf dem Hintern gerutscht, das macht richtig, richtig, richtig Spass!!
Werde den Vulkan Osorno auch noch besteigen, dann hab ich die beiden schoensten Vulkane Chiles hinter/unter mir gehabt :-)
Und nachdem wir uns Sonntags so verbrannt hatten, sind wir Montag nur von Cafe zu Cafe gezogen, haben versucht, die Sonne zu vermeiden und haben die erste Creme fuer den Sonnenbrand besorgt (die nicht wirklich geholfen hat).
Dienstag morgen sind wir wieder in Santiago angekommen, haben uns erstmal ausgeschlafen und dann hatte ich mittags wieder Uni. Ich habe im Internet nach den Inhaltsstoffen von deutschen Sonnenbrand-cremes gesucht, um in der Apotheke danach zu fragen, ausserdem hat eine Freundin ihre Tante angerufen, die mir auch noch eine Creme genannt hat. Und jetzt der Hammer: Cremes mit den deutschen Inhaltsstoffen GIBT ES IN CHILE NICHT, weil die Patente bei US- oder EU-Firmen liegen, die Cremes in Chile/Suedamerika somit nicht (kostenguenstiger) hergestellt werden duerfen und importieren so teuer waere, dass man sich das nicht mehr leisten koennte. Es lebe die Globalisierung! Ich haette mich geradewegs uebergeben koennen, das gilt naemlich auch fuer andere Medikamente. Ernsthaft, das ist doch nicht gerecht, oder??? Ich hab mich lange schon nicht mehr so aufgeregt!
Naechste Woche Fotos, wie gesagt, sind ca. 1h U-Bahn/Bus von mir weg!
Donnerstag, 22. November 2007
Dienstag, 6. November 2007
auf geht's nach Brasilien
Washington (ja, das ist ein Name), ein Freund von Sergio, den ich in meiner ersten Woche hier kennen gelernt habe (und den ich damals nicht verstanden habe), hat angerufen: er fliegt im Dezember nach Sao Paolo, ob ich mit will? Hab heute alle Daten in der Uni gecheckt und: jaaaaaaaaa! Ich kann! Und: jaaaaaaaaaaa! Ich will! Also werde ich jetzt mal Mariana und Ednéia vorwarnen.... Mal schauen, ob das alles so klappt. ;-)
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